5 Styling Mythen

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Hey meine Lieben, ich sitze gerade am Wohnzimmertisch und warte darauf, dass der erste Waschgang unserer neuen Waschmaschine fertig wird. Da mein Freund zwei linke Hände hat, bleibe ich immer an solchen Dingen hängen und muss mir notgedrungen handwerkliche Kunstwerke aneignen. Bisher scheint das Anschließen erfolgreich zu sein (ich lass euch wissen, ob die Waschküche am Ende doch noch unter Wasser stand). Wie dem auch sei! Mir kam gerade eine schöne Idee für einen neuen Post: 5 Styling Mythen. Seit ein paar Monaten arbeite ich freiberuflich auch als Stylistin und finde es wirklich schade, dass einige der tollen Mädels blöde Fehler begehen bzw. von Dingen fernbleiben, weil sie denken, dass es unvorteilhaft ist. Ich bin klein (1,62 cm) und habe keine Modelfigur. Durch mein Training habe ich sogar sehr viel Muskelmasse angelegt, die mich schnell mal breiter erscheinen lässt. Deshalb zeige ich ein paar Beispiele anhand alter Outfitbilder von mir. Hier sind meine Top 5 und warum ich denke, dass es aufgeklärt werden muss:

1. Waschungen auf der Jeans bei größeren Oberschenkeln

Hier muss man vorsichtig sein. Waschungen sind wie ein Muster und, dass diese auftragen, ist kein Geheimnis. Wenn man also zu sehr großen Oberschenkeln neigt, sollte man zur schlichten Jeans oder Leggings greifen und lieber im Oberteil oder Strickjacke ein Muster tragen. Ich finde, dass man das eigentlich schon an den Models sehen kann, dass deren Beine an dunklen oder einfarbigen Hosen, direkt extrem dürr aussehen und bei Mustern oder Waschungen geht’s eigentlich.

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2. Muster tragen immer auf

Ich möchte das eigentlich nicht verneinen. Muster in Maßen tragen nicht unbedingt auf. Entscheidet euch für eine gemusterte Bluse und kombiniert dazu z. B. einen lockeren, einfarbigen Blazer oder Strickjacke oder ihr tragt ein gemustertes Tuch. Es hilft auch eher zu Herbstfarben zu greifen, anstatt knalligen Varianten, und einen kleinen Print zu wählen, anstatt große. Muster sind also ok, man sollte es nur in Maßen halten. Oooooder ihr geht all-in und macht einen wirklichen trendigen und wilden Look daraus. Für Letzteres brauch man aber sehr viel Mut und ein gutes Gespür für Mode. Ich sage aber, dass es geht.

3. Lange Strickjacken und Mäntel bei kleineren Frauen (wie mich)

Bevore ich meinen Job als Stylisten begonnen hatte, war mir das Problem gar nicht bekannt. Mir hat das nie etwas ausgemacht, lange Strickjacken zu tragen. Wenn ihr euch unsicher fühlt, könnt ihr euch für eine Variante wie in dem untenstehenden Beispiel entscheiden. Damit zeigt ihr vorne noch den Rest euren Körpers. Kombiniert kein Maxikleid, sondern eher etwas “Schlankes”. Oft hilft es auch die Taille bei Maxikleidern oder Strickjacken zu betonen. Das streckt. Hierbei könnt ihr einen (Taillen-)Gürtel verwenden. Ich nehme oft sogar einfach meinen normalen Gürtel und kaufe mir nicht extra einen für die Taille.

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4. Hochgeschlossene Oberteile bei mehr Busen

Hin und wieder höre ich noch, dass man bei mehr Busen lieber keinen Ausschnitt zeigen sollte. Im Gegenteil! Etwas Ausschnitt, sei es V-, Rundhals oder Wasserfallauschnitt, sollte man zeigen, damit der Look ein bisschen gebrochen wird. Das Gleiche gilt für breite Schultern. Hochgeschlossene Oberteile betonen diese beiden Proportionen und sind daher eher unvorteilhaft, wenn man es nicht zur Schau stellen möchte.

5. Mollige Frauen sollten weite Sachen tragen

Das stimmt nur teilweise. Zu wirklich hautengen Oberteilen und Kleidern sollte man nicht greifen, wenn man hier und da ein paar Rollen hat, aber ein Zelt muss es auch nicht direkt sein. Man darf gerne ein gutes Mittelmaß finden. Betont zum Beispiel die Taille ein bisschen. Das geht ganz einfach mit einem (Taillen-)Gürtel. Tragt eine Tunika oder ein locker sitzendes Kleid und wirft dabei einen Gürtel um die Taille. Damit sitzt die Kleidung noch locker, aber formt eine schönere Silhouette, da die Taille betont wird. Das geht auch in Kombination mit einer Strickjacke. Dabei einfach den Gürtel um die Strickjacke wickeln.

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Am Ende möchte ich noch sagen, dass es nicht schlimm ist, wenn man als mollige, sehr trainierte oder sehr dünne Frau ein paar (Nicht-)Kurven besser umspielen möchte. Das wichtigste ist aber, sich in dem wohl zu fühlen, was du trägst. Dann kannst du eigentlich alles rocken!

In meinem Post “Stilberatung bei Zalon – kostenloser Termin mit mir” habe ich kurz erklärt, wie ihr einen Termin mit mir buchen könnt. Das gilt immer noch, wenn Interesse ist. Die Nachfrage ist sehr hoch und bis jetzt ist es noch immer sehr beliebt.

Tamina

Einmal Hamburger, immer Hamburger :-) Auch wenn ich immer mal wieder für eine Weile im Ausland verschwinde, führt mein Herz mich doch immer wieder zurück in meine deutsche HafenCity. Von hier aus blogge ich über Mode, das Leben und CrossFit.

5 Comments

  • Reply November 13, 2015

    Chrissabella

  • Reply November 14, 2015

    Fee

    Danke für diesen schönen, informativen Post 🙂

    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

  • Reply November 14, 2015

    amely rose

    zu erst muss ich sagen, wie sehr ich mich gefreut habe!
    ich war schon einige Zeit nicht mehr auf deinem Blog
    und eine Natürlichkeit wieder zu sehen, ein traum! 🙂
    Und richtig toller post, schön dass du mit den Mythen aufräumst 🙂

    alles Liebe deine AMELY ROSE vorbei

  • Reply November 22, 2015

    Alex

    Eigentlich alles Dinge, die man schon einmal gehört hat, aber auf jeden Fall gut, dass du das hier noch einmal zusammen fasst! 🙂 Ich muss sagen, dass ich das mit dem Ausschnitt und der größeren Oberweite so nicht 100% bestätigen kann, ein schlichter Turtleneck kann auch gut aussehen, man muss nur richtig kombinieren. Allerdings ist das bei noch mehr Oberweite vermutlich auch wieder anders…

    • Tamina
      Reply November 22, 2015

      Tamina

      ich denke, es kommt darauf an, was für ein turtleneck das ist. ein locker fallender würde auf jeden fall gut sein, da man dann wieder ein element hat, dass das ganze bricht. bei einem normalen rollkragen, der einfach eng am hals liegt, trägt das mit sicherheit auf. je nach dem wie breit die schultern sind und wie groß die oberweite ist, sieht man es natürlich mehr oder weniger 🙂

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